Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt informiert:
Birgit Wagner
Fon: 034344 / 8100 oder 61211
Fax: 034344 / 81022 oder 61022
E-Mail: b.wagner(at)kohren-sahlis.de
Eberhard Traum las aus seinem Roman "Dogwood - dem Lebensborn entkommen"
Am 20.01.12 fand im Haus der Begegnung eine Lesung mit dem Autor Eberhard Traum aus Frankfurt /Main statt, an der ca. 60 interessierte Besucher teilnahmen.
Eberhard Traum lernte bei seinen Aufenthalten in den USA „Harry Wageneck“ kennen, dessen Lebensgeschichte er viele Jahre später im Roman „Dogwood – dem Lebensborn entkommen“, aufschreiben sollte.
Aus diesem, im letzten Herbst zur Frankfurter Buchmesse erschienen Roman, las er an diesem Abend.
Die Geschichte des Harry Wageneck ist spannend erzählt, und man kann kaum glauben, dass so viele Verwicklungen ein Schicksal ereilen können.
„Harry führt ein normales Leben als Sportjournalist in Demorest, Georgia – bis zum Tod seiner Mutter. Am Krankenbett erzählt sie ihm von einem Karton, den sie jahrelang aufbewahrt hat. In ihm findet Harry Spuren einer Vergangenheit, von deren Existenz er bislang keine Ahnung hatte. Seine Nachforschungen eröffnen ihm einen Blick auf die Geschichte seiner Familie, in der offensichtlich mehr Geheimnisse stecken, als er je zu glauben wagte…“
Der Roman beschreibt das Schicksal eines Kindes, dessen Existenz im Lebensborn begründet liegt. Manche von den Kindern hatten das Glück, die leibliche Mutter behalten zu haben.
Die Kenntnis einer ungewissen Herkunft und die Konfrontation mit dieser, ist für viele Lebensborn geborene eine große Herausforderung mit ungewissem Ausgang.
Eberhard Traum forderte nach der Lesung zur Diskussion, wo Jeder die Möglichkeit hatte, sie durch seinen Beitrag mit zu gestalten. So erzählte Arno Kaube, der einzige „Lebensborn-Geborene“ im Raum, von seinen Erfahrungen bei der Aufarbeitung seiner Geschichte. Herr Traum bereicherte mit Erlebnissen bei der Recherche im „Mutter-Heim“ Steinhöring sowie aus anderen Lesungen die Diskussion.
Auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung wurde in vielen Gruppen weiter diskutiert. Es herrschte Übereinstimmung darüber, dass dieses fast vergessene Kapitel der deutschen Geschichte auch in Kohren-Sahlis nicht länger totgeschwiegen werden sollte. Solange noch Zeitzeugen leben, besteht die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu erhalten. Es gilt nicht in Wunden zu stochern, sondern sensibel und einfühlsam die Geschichte aufzuarbeiten und der Existenz des Kohrener Lebensborn-Heimes „Sonnenwiese“ zu gedenken.
Unterstützungsangebote für Betroffene von häuslicher Gewalt
Koordinierungs- und Interventionsstelle und Frauenschutzhaus des Wegweiser e.V. | 03433 / 903828 |
Rufbereitschaft rund um die Uhr | 0177 / 3039219 |
Opferschutzbeauftragter der Polizeidiretion Westsachsen | 0341 / 2552831 |
Weisser Ring e.V. | 116 006 (kostenfrei) |
Landratsamt Landkreis Leipzig Gleichstellungsbeauftragte | 03433 / 2414100 |






