Unsere Reise im Oktober 2009
Nachdem wir im Jahre 2008 das 10-jährige Bestehen unserer Städtepartnerschaft in Kohren-Sahlis und in Montottone begingen, reiste auf Bitten unserer italienischen Partner vom 15.-19. Oktober 2009 eine achtköpfige Gruppe aus Kohren-Sahlis und Umgebung nach Montottone, um die Durchführung des Oktoberfestes zu unterstützen.
Isabell Heinker nahm als Vertreterin der Stadt an der Reise teil und Konrad Steglich organisierte wieder die gesamte Reise. Wir fuhren mit zwei Transportern und benötigten für die ca. 1250 km etwa 15 Stunden. In Montottone wurden wir schon erwartet.
Die amtierende Bürgermeisterin Signora Francesca Claretti sowie einige Freunde und Bekannte begrüßten uns herzlich.
Wir bezogen in der Pension "Azienda agricola Eschito" unsere Zimmer. Anschließend nahmen wir in der Gaststätte "LA Brocca" mit unseren italienischen Partnern gemeinsam das Abendessen ein, um danach bei italienischen Wein Informationen auszutauschen, Fragen zur Organisation des Oktoberfestes zu klären und uns nach unserern sprachlichen Möglichkeiten zu unterhalten.
Das Fest fand zum dritten Mal und immer mit Hilfe der Arbeitsgruppe aus Kohren-Sahlis statt. Wie die vergangenen Bierfeste, so war auch dieses auf zwei aufeinanderfolgende Abende angelegt.
Die Mitglieder der Reisegruppe hatten aus unserer Region wieder Schwarzbier und Bratwürste mit Sauerkraut für die Gäste des Festes "Montoktober" mitgebracht. Sie halfen nach besten Kräften mit, schenkten Bier aus, grillten die Bratwürste und servierten gemeinsam mit den italienischen Jugendlichen Speisen und Getränke. Die Pizza durfte natürlich nicht fehlen und unser sächsischer Bratwurstgrill stand gleich neben dem fahrbaren italienischen Pizzaofen.
Das Fest war an beiden Abenden gut besucht. Viele Gäste blieben bis in die späten Nachtstunden. Das war sehr anstrengend aber auch sehr schön!
Wir hatten natürlich auch Freizeit für uns. Diese planten und nutzten wir als Gruppe selbst. Es kam an verschiedenen Tagen zu Ausflügen in sehenswerte Städte und Ortschaften zwischen der Adria und den Apenninen. Dadurch lernten wir die Umgebung unserer Partnerkommune wieder etwas besser kennen.
Am Morgen des 19.10.2009 traten wir nach der Verabschiedung durch Signora Claretti und einiger Freunde und mehrerer Bekannten die Rückreise an.
Die Arbeitsgruppe für Städtepartnerschaft
(Nach einem Reisebericht von Bärbel Schreiber vom 9.12.2009)
Städtepartnerschaft Montottone und Kohren-Sahlis
Wie kam es zu der Städtepartnerschaft?
In den Jahren 1994/95 wurden durch die Europäische Union Kommunen in Deutschland angeschrieben, sie möchten sich für eine Städtepartnerschaft mit einer Kommune aus dem europäischen Ausland bewerben, um auch bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Städten und Gemeinden ein freundschaftliches Zusammenwachsen Europas zu ermöglichen und zu beschleunigen. Es wurden gleichzeitig einige Faktoren abgefragt, die den Behörden der EU die Auswahl der Partnerstadt erleichtern sollten. Kohren-Sahlis hatte in diesem Zusammenhang das Töpferhandwerk, die Landwirtschaft, die Entwicklung des Fremdenverkehrs, die vorherrschende hügelige Landschaft, die Einwohnerzahl und Italien als mögliches Heimatland unserer zukünfigen Partnerstadt angegeben.
Nach einigen Monaten kam von der EU die Nachricht, eine Stadt in Mittelitalien mit dem Name Montottone sei für uns als potentielle Partnerstadt ermittelt worden. Falls unsere Kommunen bereit wären, die Städtepartnerschaft miteinander einzugehen, müssten jedoch die entsprechenden Beschlüsse durch beide Kommunalparalmente gefasst werden und später die Ausfertigung und Unterzeichung eines Vertrages erfolgen.
Die Bürgervertretungen beider Kommunen beschlossen die Anbahnung unserer Partnerschaft. Die ersten schriftlichen Kontakte erfolgten. Der damalige Bürgermeister der Stadt Montottone Gugliano Amici ergriff die Initiative um mit zwei weiterern Verfechtern der Partnerschaft aus Montottone unser Städtchen zu besuchen.
Allerdings dauerte es bis zur gemiensamen Unterzeichung des Vertrages über die Städtepartnerschaft in Kohren-Sahlis noch bis zum 12.September 1998! Neben den offiziellen Kontakten gab es in den vielen Jahren noch viele Treffen zwischen den Bürgerinnen und Bürgern unserer Kommune auf privater Basis.
Die italienische Handelskammer für Deutschland (Büro Leipzig) half uns in den ersten Jahren bei der Bewältigung der sprachlichen Hürden. In den Jahren danach halfen uns immer wieder und immer neue freundliche Bürgerinnen und Bürger aus Italien und Deutschland.
Vielen herzlichen Dank, Mille grazie!
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