Besuch in Montottone im Oktober 2011
Montottonereise Okt. 2011
Eine neunköpfige Gruppe aus Kohren-Sahlis besuchte vom 20.10. bis 23.10.2011 unsere Partnerstadt Montottone, wo uns ein herzlicher Empfang im Rathaus bereitet wurde.
Wir überbrachten die Grüße unseres Bürgermeisters und unserer Stadt. Frau Claretti bedankte sich dafür und beauftragte uns, die Grüße hier in Kohren-Sahlis ebenso herzlich zu erwidern.
In Montottone freute man sich sehr darüber, dass es uns gelang, 800 Stück Bratwürste aus einer Fleischerei in Trähna mitzubringen, die auf dem Stadtfest in Montottone sehr begehrt waren. Dieses Stadtfest besuchten wir an zwei Abenden (Freitag und Samstag). Der Freitag wurde tagsüber für individuelle Touren in eigener Regie genutzt. Am Samstag besuchten wir tagsüber zuerst die Mittelschule in Montottone. In den Klassen wurden wir in unserer Muttersprache begrüßt, da die Kinder freiwillig auch ,Deutsch‘ als Fremdsprache lernen.
Danach fand ein Treffen in der ,Apostel -Sankt Pietro-Kirche‘ statt. Unser Pfarrer Ellinger, der unserer Reisegruppe angehörte, wurde durch den dortigen Pfarrer Don Olivio Medori in die Gestaltung des ,Ökumenischen Treffens‘ einbezogen. Musikstücke von der Orgel, Lesungen aus den Psalmen und dem Neuen Testament sowie Gebete wechselten sich in der Folge ab. Dabei wurden alle Texte in ,Italienisch‘ und ,Deutsch‘ von Pfarrer Don Olivio Medori und Pfarrer Ellinger vorgetragen. Neben den Teilnehmern unserer Reisegruppe nahmen auch Frau Claretti, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung und Freunde der Städtepartnerschaft aus Montottone an dem ,Ökumenischen Treffen‘ teil. Es war für Alle eine bewegende Veranstaltung.
Gegen 13.00 Uhr waren wir zu einem vielgängigem Menü geladen, das aus Tieren des Meeres bereitet war. Einige Bürgerrinnen und Bürger unserer Partnerstadt kochten und servierten es für uns und die Gastgeber.
Pfarrer Don Olivio Medori suchte am Nachmittag die Nähe unseres Pfarrers Ellinger. Beide führten lange und interessante Gespräche. Ich glaube sie sind Freunde geworden!
Am späten Nachmittag fuhr ein Teil unserer Gruppe mit Bürgermeisterin Claretti und anderen Begleitern aus Montottone mit dem Bus in die Provinzstadt Fermo, um Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Die restlichen Reiseteilnehmer besichtigten eine , Cantina‘ – eine Weinkelterei.
Das Stadtfest am Samstag war von noch mehr Gästen besucht als am Vorabend. Wir trafen viele Bekannte und Freunde und wurden alle von allen sehr freundlich begrüßt!
Sonntagfrüh pünktlich um 9.30 Uhr kamen die Bürgermeisterin und etwa 12 Personen aus unserer Partnerstadt auf unsere Landpension mit Namen ,Grappolo Rosso‘ um uns herzlich zu verabschieden und uns eine ,Gute Reise‘ zu wünschen.
Es waren schöne und interessante Tage!
Manfred Schott Kohren-Sahlis, 25.10.2011
Besuch aus Montottone zum 19. Töpfermarkt
Anlässlich des 19.Töpfermarktes weilte eine 17-köpfige Delegation aus Montottone vom 02. bis 04.06. in unserer Töpferstadt.
Die Meisten besuchten Kohren-Sahlis erstmals.
Die Arbeitsgruppe Montottone, unter der Leitung von Manfred Schott, hatte für den Aufenthalt der Gäste in unserer Region einen Ablaufplan
aufgestellt.
Die Übernachtung war in einem Hotel in Altenburg gebucht, wo die Gäste am Donnerstagabend nach der langen Fahrt gleich anreisten.
Freitag früh stand ein Stadtbummel in Altenburg auf dem Programm. Dabei wurde die Gruppe tatkräftig von Isabell Heinker und Antje Krahnstöver unterstützt.
Anschließend fuhren sie mit dem Bus nach Gnandstein. Nach der Besichtigung der Burg ging es gegen 15:30 Uhr nach Kohren-Sahlis zum Empfang durch den
Bürgermeister, mit Mitarbeitern der Verwaltung und des Stadtrates sowie Mitgliedern der Arbeitsgruppe für Städtepartnerschaft, bei Kaffee und Kuchen.
Der Kuchen wurde von den Teilnehmern der Arbeitsgruppe gebacken. Dabei gab es viele Gespräche zwischen den Stadtoberhäuptern und den übrigen Anwesenden.
Die Bürgermeisterin von Montottone, Frau Francesca Claretti, trug sich in das Goldene Buch der Stadt Kohren-Sahlis ein. Gegen 18:45 Uhr wurde das Festzelt
aufgesucht. Der Bürgermeister eröffnete zuerst den Abend der Vereine und stellte dann die Reisegruppe aus unserer Partnerstadt Montottone vor.
Die danach folgenden kulturellen Darbietungen bereiteten den Gästen viel Freude.
Auch während des Abends wurden sie von den Stadträten, Vereinsvorständen sowie Mitgliedern der Arbeitsgruppe betreut, wobei alle kräftig das Tanzbein schwangen.
Zum Töpfermarkt betrieben die Gäste aus Montottone einen eigenen Stand, der vom Töpfermarktverein aufgebaut wurde, und boten ihre Waren an. Das waren u.a. verschiedene
Weine, Obst und Keramiken.
Sonnabend Nachmittag stand für die Gäste eine Besichtigung der Schule mit Frau Häßler, der Kindertagesstätte mit Frau Nickel, sowie eine extra Stadtführung durch den
Verein der Kohrener Geschichtsfreunde e.V. auf dem Programm.
Mit dem gemeinsamen Besuch des Bläserkonzertes in der Kirche "Sankt Gangolf" und einem anschließenden Abendessen im Pfarrhaus endete für unsere Gäste der Aufenthalt
in Kohren-Sahlis, und sie traten die Heimreise nach Montottone an.
Frau Francesca Claretti bedankte sich noch einmal bei allen für die entgegengebrachte Gastfreundschaft.
S. Mohaupt
Bürgermeister
Arbeitstreffen in Brixen vom 18.-19.09.2010
Bericht über das Arbeitstreffen der Bürgermeisterin aus Montottone Francesca Claretti und dem Bürgermeister aus Kohren-Sahlis Siegmund Mohaupt vom 18. bis 19. 09. 2010 in Brixen (Südtirol)
Auf Vorschlag unseres Bürgermeisters und der Kohren-Sahliser Arbeitsgruppe trafen sich die Stadtoberhäupter der seit 12 Jahren in vertraglicher Partnerschaft verbundenen Städte, um über Möglichkeiten der Intensivierung der Beziehungen zu beraten, welche durch den Bürgermeisterwechsel in Kohren-Sahlis, aber mehr noch durch die Wechsel in Montottone, fast zum Erliegen gekommen waren. Wir fuhren um 6.20 Uhr zu fünft im PKW in Kohren ab und waren um 13.15 Uhr im Hotel in Brixen und staunten, denn unsere Partner waren schon vor uns angekommen!
Nach dem Belegen der Zimmer und einer kurzen Verschnaufpause setzten wir uns gemeinsam um einen großen Tisch, machten uns gegenseitig bekannt und begannen mit der Beratung.
Bürgermeister Mohaupt wurde von vier Mitstreitern aus dem Stadtrat bzw. aus der Arbeitsgruppe begleitet und das waren Antje Kranstöver, Magdalena Franke, Gerhard Häßler und Manfred Schott.
Bürgermeisterin Claretti wurde von vier Personen aus dem Stadtrat bzw. aus der Arbeitsgruppe, die sich in der Neugründung befindet, begleitet und das waren Licia Evandri, Patrizio Birelli, Simone Vitali und Mario Concetti.
Während in der Montottoner Gruppe Mario Concetti für die Übersetzungen zuständig war, übernahm bei uns Magdalena Franke diese Aufgabe.
Beim gegenseitigen Bekanntmachen stellte sich heraus, daß fast alle Mitglieder unserer Gruppe bereits in den Marken und in Montottone und die meisten Mitglieder der Montottoner Gruppe schon in Sachsen und in Kohren-Sahlis waren. So hat z.B. die Bürgermeisterin Claretti die Unterzeichnung des Partnerschaftvertrages durch die damaligen Bürgermeister Reinhard Pohl und Giuliano Amici 1998 in Kohren-Sahlis miterlebt. Leider verstarb Giuliano Amici im vergangenen Jahr viel zu früh.
Nachdem sich die Bürgermeister über bestehende Verwaltungs-, Sozial- und Kulturstrukturen in den beiden Kommunen und Regionen informierten, wurde gemeinsam beraten, wie die Partnerschaft unter den verschärften Sparzwängen
weiterentwickelt werden könnte. Die Ergebnisse waren, um nur einige zu nennen:
- die Vereine sollten in die Partnerschaftspflege einbezogen werden,
- Familien sollten Quartiere für Gäste zur Verfügung stellen,
- fehlende finanzielle Mittel sollten durch Sponsoring aufgebracht werden,
- regionaltypische Erzeugnisse sollten bei Veranstaltungen in den jeweils andern
Kommunen angeboten werden.
- für die Kommunikation der interessierten Büger soll wieder ein Blog eingerichtet
werden und über E-Mail sollen Kontakte gepflegt werden.
Einige dieser Ziele sind nicht neu. Wir müssen wieder an ihrer Realisierung
arbeiten.
Gegen 18.30 Uhr beendeten wir die Beratung. Nach dem Austausch von Gastgeschenken gingen wir gemeinsam in eine regionaltypische Gaststätte um zu Abend zu essen und mit Bier oder Wein den Abend zu beschließen.
Als wir uns am nächsten Morgen nach dem Frühstück trennten, waren sich alle einig: Das Treffen war erfolgreich in mehrfacher Hinsicht, wir lernten uns kennen, wir stellten uns gemeinsame Ziele und wir wollen die Partnerschaft gemeinsam weiterentwickeln!
Manfred Schott
Städtepartnerschaft Montottone und Kohren-Sahlis
Wie kam es zu der Städtepartnerschaft?
In den Jahren 1994/95 wurden durch die Europäische Union Kommunen in Deutschland angeschrieben, sie möchten sich für eine Städtepartnerschaft mit einer Kommune aus dem europäischen Ausland bewerben, um auch bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Städten und Gemeinden ein freundschaftliches Zusammenwachsen Europas zu ermöglichen und zu beschleunigen. Es wurden gleichzeitig einige Faktoren abgefragt, die den Behörden der EU die Auswahl der Partnerstadt erleichtern sollten. Kohren-Sahlis hatte in diesem Zusammenhang das Töpferhandwerk, die Landwirtschaft, die Entwicklung des Fremdenverkehrs, die vorherrschende hügelige Landschaft, die Einwohnerzahl und Italien als mögliches Heimatland unserer zukünfigen Partnerstadt angegeben.
Nach einigen Monaten kam von der EU die Nachricht, eine Stadt in Mittelitalien mit dem Name Montottone sei für uns als potentielle Partnerstadt ermittelt worden. Falls unsere Kommunen bereit wären, die Städtepartnerschaft miteinander einzugehen, müssten jedoch die entsprechenden Beschlüsse durch beide Kommunalparalmente gefasst werden und später die Ausfertigung und Unterzeichung eines Vertrages erfolgen.
Die Bürgervertretungen beider Kommunen beschlossen die Anbahnung unserer Partnerschaft. Die ersten schriftlichen Kontakte erfolgten. Der damalige Bürgermeister der Stadt Montottone Gugliano Amici ergriff die Initiative um mit zwei weiterern Verfechtern der Partnerschaft aus Montottone unser Städtchen zu besuchen.
Allerdings dauerte es bis zur gemiensamen Unterzeichung des Vertrages über die Städtepartnerschaft in Kohren-Sahlis noch bis zum 12.September 1998! Neben den offiziellen Kontakten gab es in den vielen Jahren noch viele Treffen zwischen den Bürgerinnen und Bürgern unserer Kommune auf privater Basis.
Die italienische Handelskammer für Deutschland (Büro Leipzig) half uns in den ersten Jahren bei der Bewältigung der sprachlichen Hürden. In den Jahren danach halfen uns immer wieder und immer neue freundliche Bürgerinnen und Bürger aus Italien und Deutschland.
Vielen herzlichen Dank, Mille grazie!
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